In der Prager Straße Na Poříčí sollen Kunstzonen eingerichtet werden. Das Ziel ist die betriebsame Straße zu beruhigen und Prag und Berlin durch Kunst zu verbinden

Im Sommer fand in der Prager Galerie 1 eine Veranstaltung mit Online-Bürgerbeteiligung unter dem Titel Die Zukunft der Na Poříčí-Straße statt. Bürgermeister Petr Hejma, Stadtrat Richard Bureš, Architekt Marek Tichý und Vertreter der Handelskammer, von IPR, ArtLines und der Initiative GoFlorenc beantworteten Fragen aus dem Publikum.

24. 9. 2021

Visualisierung der Straße Na Poříčí

Die geplante Umgestaltung der Straße betrifft nicht nur den Ausbau der Straßen, die Erhöhung des Wohnkomforts, das Hinzufügen von Stadtmobiliar und Grünflächen. Nach Angaben des Architekten Marek Tichý (TaK Architects) umfasst die Vorbereitung der Ausführungsunterlagen auch die Zuweisung von sieben Kunstflächen.

„In dem Vorschlag haben wir sieben Orte identifiziert, die für Kunst in der Na Poříčí Straße geeignet sind. Wir unterteilen sie in zwei ‚Kunstzonen‘, in denen der öffentliche Raum auch ein Raum für die Installation von Kunstwerken sein könnte“, erklärte Marek Tichý während der Veranstaltung in der Galerie 1 .

Aus der Diskussion über Kunstzonen

Dies sind die Bereiche, in denen sich die Straße zu größeren Freiflächen verbreitert, nämlich zwischen den Häusern Weißer Schwan und Schwarzer Schwan und dem Theater Archa, und dann am Ende des Bereichs in Richtung des Platzes der Republik. Dort sieht der Architekt Möglichkeiten für gelegentliche und langfristige Engagements.

Wenn alles, was auf dem Partizipationstreffen vereinbart wurde, umgesetzt werden kann, können wir uns auf ein außergewöhnliches Projekt in Prag mit einer grenzüberschreitenden Dimension freuen. Danuše Siering, Gründer der GoFlorenc-Initiative, traf sich Anfang September mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller.

„Wir haben unter anderem Erfahrungen ausgetauscht, die speziell die visuelle Gestaltung von Städten und die Einbeziehung von Bürgern und Unternehmern in partizipative Diskussionen betreffen. Und die künstlerische Gestaltung der Na Poříčí-Straße ist ein solches Ereignis“, sagte Danuše Siering.

Die „Verschönerung“ der Straße soll nicht nur das Leben der Menschen, die in diesem Gebiet leben und arbeiten, angenehmer machen, sondern kann durch die Kunst auch zu einer tieferen Verbindung zwischen den beiden Partnerstädten und zwei großen europäischen Metropolen führen.