Ende August wird Kutná Hora mit klassischer Musik erklingen. Auch der majestätische Dom der heiligen Barbara

An Sommerfestivals mangelt es nicht, und wer möchte, kann seine musikalischen Interessen mit der Erkundung neuer Orte in den Ferien verbinden. Kutná Hora ist sicherlich einer dieser Orte. Es gibt viele Gründe, Kutná Hora zu besuchen, das zu Recht zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

29. 7. 2021

IMF Kutná Hora 2020. Foto: Alan Pejar.

Beethoven-Marathon, Barock und zeitgenössische Musik – dies ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf das Programm des 14. IMF Kutná Hora. Das Festival zählt zu den bedeutendsten Kammermusikveranstaltungen in der Tschechischen Republik, dank der unverwechselbaren Dramaturgie seines künstlerischen Leiters, des Cellisten Jiří Bárta, der professionellen Darbietungen der eingeladenen Künstler und seines Veranstaltungsortes in den ikonischen Räumen von Kutná Hora. Während des IMF Kutná Hora hat das Publikum die Möglichkeit, 16 Kammermusikprogramme zu besuchen. 

Phänomenaler Lifschitz

In diesem Jahr kann sich das Publikum auf das traditionelle Abendprogramm freuen, das normalerweise in der Dom der heiligen Barbara stattfindet, sowie auf einen Abendzyklus mit 32 Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven, meisterhaft interpretiert von Konstantin Lifschitz. Er wird in acht Tagen alle 32 Beethoven-Sonaten auswendig spielen.

In diesem Jahr wird der Pianist das äußerst anspruchsvolle Programm außer in Kutná Hora nur in Hongkong und Tokio spielen. Diese bedeutende künstlerische Leistung wird vom zweiten bis zum letzten Tag des Festivals, d. h. vom 22. bis zum 29. August, in acht Abende aufgeteilt. Das Projekt verdient Aufmerksamkeit, da es wahrscheinlich lange Zeit nicht wiederholt werden wird.

Jiří Bárta bezeichnete Konstantin Lifschitz als den ultimativen Beethoven-Interpreten: “Als ich ihn zum ersten Mal hörte, spielte er Beethoven. Bach und Beethoven in seiner Darbietung zu erleben, ist eine unglaubliche Erfahrung“, sagte er.

An der Grenze der Genres

Das Konzert von Jiří Bárta mit dem Titel 30 PRELUDIUMS findet am 21. August in der Fronleichnamskapelle statt, am Vorabend der offiziellen Eröffnung der Festivalwoche. Neben sechs Präludien aus Bachs Suiten wird auch eine Auswahl von Mieczysław Weinbergs Präludien aufgeführt.

Jiří Bárta nimmt neben Repertoireklassikern auch oft vergessene oder wenig gespielte Werke in das Programm auf. Er kombiniert und ergänzt traditionell Projekte an der Grenze zwischen den Genres. In diesem Jahr hat er Bachs Kantate Ich habe genug für Solobass, Oboe und Streicher – in Verbindung mit Arnošt Lustigs epischem Gedicht Kantáta – tanec šílených (Kantate – Tanz der Verrückten).

Jana Boušková und Jiří Bárta. Foto: Alan Pajer.

Barockmusik in der Kapelle

Neben Autoren der klassischen Musikliteratur stehen auch Werke selten gespielter Komponisten auf dem Programm, in diesem Jahr insbesondere am 26. August im Rahmen des Agnus Dei-Programms. Barockmusik erklingt in der Fronleichnamskapelle am 24. August in dem Programm Barocco goes to Kutná Hora, an dem unter anderem der Theorbist Jan Krejča und die Flötistin, Gründerin des Ensembles Collegium Marianum und Expertin für Alte Musik Jana Semerádová mitwirken. 

In einem musikalischen und lyrischen Programm begleitet das Ensemble Barocco sempre giovanne die Liederabende von Vilma Cibulková, Jiří Lábus und Vilém Udatný.

Das Festival ist seit vierzehn Jahren ein untrennbarer Bestandteil des kulturellen Geschehens in der Region und erfreut sich großer Beliebtheit bei Besuchern aus dem In- und Ausland.

Weitere Informationen über das Programm und den Kartenverkauf:

https://www.mfkh.cz/en/ (auf Englisch)

Hier finden sie den Text in der tschechischen Sprache.